ASTRID SCHMID | Die Rose
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Die Rose – Königin der Blumen

 

In kaum einem Garten fehlen Rosen und um die Johannizeit blühen sie als Strauch- Kletter- oder Edelrosen in herrlichen Farben und in aller Pracht.

 

Die Rose, deren Blüte aus dem dornigen Strauch hervorbricht, gehörte früher in jeden Klostergarten und die Pflege und Veredelung eines Rosenstockes kann ein äußeres Bild für die innere Arbeit sein, welche die Klosterbewohner an ihrer Seele leisten.

 

Beobachten wir jemanden, der an einer duftenden Rose riecht, so werden wir fast immer bemerken, dass zumindest der Anflug eines Lächelns seine Züge umspielt, sobald das Erleben des Duftes sich in ihm ausbreitet, und wenn wir es selbst tun, werden wir merken, dass für einen Moment eine friedliche, harmonische Stimmung in uns entsteht, die ein klein wenig unwichtiger erscheinen lässt, was uns eben noch in Anspruch genommen hat. Vielleicht ist es diese Wirkung der Rose, welche Hildegard von Bingen dazu veranlasste, „Zornmütigen“ zu raten, im Moment des aufsteigenden Zornes an getrockneten Rosenblättern zu riechen.

Eine kräftige Heilpflanze im eigentlichen Sinne ist die Rose nicht, aber ihre die Seele aufrichtende Wirkung kann sie zu einem wunderbaren Begleiter werden lassen, wenn man sich im Alltag zu verlieren droht, sich abgespannt und erschöpft fühlt. Aber auch nach erschöpfenden Krankheiten und schweren Erlebnissen kann sie helfen. So kann eine Salbe aus Rosen- und Lavendelöl in Verbindung mit potenziertem Gold eine beruhigende Wirkung entfalten und in der Herzregion aufgetragen, den Schlaf verbessern und bei ängstlich bedingten Zuständen mit Herzklopfen wieder zur Ruhe führen.

 

Vom Rosenduft geht etwas „Königliches“ aus und als Königin der Blumen wurde die Rose schon von Sappho, einer antiken Dichterin, vor 3000 Jahren bezeichnet. In der Rose verbirgt sich eine fühlbare Harmonie, die ihr tatsächlich eine herausgehobene Stellung verleiht und so wie sie einerseits tief in der Erde verwurzelt, knorrig verholzt Jahrzehnte überdauert und andererseits als flüchtig blühende Erscheinung zum Himmel strebt, kann sie zwischen den Extremen vermitteln und eine Harmonie der Mitte schenken, die Hoffnung auf neues Blühen schenkt, wenn allzu lange nur dorniges Dickicht zu erleben war.

 

Astrid Schmid, Heilpraktikerin

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