ASTRID SCHMID | Die Ringelblume
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Die Ringelblume, zuverlässige Heilkraft aus dem Garten

 

Warme Sonnenstrahlen und lange Ferientage sorgen für Wohlbefinden und locken hinaus ins Freie. Nicht nur für unsere Kinder ist die sonnige Ferienzeit aufregend, sondern auch für unser größtes Sinnesorgan, die Haut. Sonnenbrand, Insektenstiche oder kleinere Hautverletzungen durch Freizeitaktivitäten können lästige Begleiter der unbeschwerten Sommerwochen sein. In diesen Situationen ist die Heilkraft der Ringelblume, die sich besonders im Bereich der Haut entfaltet, ein wahres Geschenk der Natur.

 

Ursprünglich stammt die Calendula officinalis, so der lateinische Name, aus dem Mittelmeerraum und wurde zur Zeit der Kreuzzüge auch in unseren Breiten heimisch. In leuchtenden Gelb- und Orangetönen grüßt sie von Juni bis Oktober den Spaziergänger aus vielen Gärten. Aus dem geringelten Samen keimt es sehr leicht und schnell. Die Ringelblume treibt ein kräftiges Kraut heran, herb, aromatisch und harzig riechend, wenn man es mit den Fingern streift. Der Stängel ist behaart und verästelt, trägt glattrandige Blätter und die für die Familie der Korbblütler charakteristischen, klar strukturierten Blüten.

Die Heilwirkung in den Blüten ist vielfältig und steckt in Saponinen, ätherischen Ölen, Glykosiden, Carotinoiden, Bitter- und Schleimstoffen. Für den heilenden Effekt werden Tees, alkoholische Auszüge oder Salben zubereitet. Die Hauptdomäne der Ringelblume ist dabei die Wundbehandlung. Sowohl bei leichteren Hautverletzungen als auch bei schlecht heilenden, eitrigen Wunden kommen Zubereitungen aus Calendula officinalis zum Einsatz. Auch Entzündungen an Schleimhäuten, zum Beispiel im Mund, bessern sich häufig durch Calendula-Essenz, einem alkoholischen Auszug aus Ringelblumenblüten, die mit etwas Wasser verdünnt zu Mundspülungen verwendet wird.

 

Besonders in der Reisezeit sollte das in Apotheken erhältliche „Wund-und Brandgel“ stets fester Bestandteil des Urlaubsgepäcks sein. Neben der Ringelblume finden sich darin Auszüge unter anderem aus Arnika, der kleinen Brennnessel und dem antimikrobiell wirkenden Silber. Das Gel lindert Juckreiz und Entzündungen nach einem zu ausgiebigen Sonnenbad, sowie nach Insektenstichen und unterstützt zuverlässig die Wundheilung.

 

Astrid Schmid, Heilpraktikerin

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