ASTRID SCHMID | Beinwell
22073
page-template-default,page,page-id-22073,ajax_fade,page_not_loaded,boxed,select-theme-ver-3.7,,wpb-js-composer js-comp-ver-5.0.1,vc_responsive
Beinwell – Lebenskraft für Knochen und Gewebe

 

Auf meinen Spaziergängen durch den Schlosswald in der Nähe von Waltenhofen, begegnet mir seit vielen Jahren an einer Stelle, an der das geschlagene Holz lagert und auf den Abtransport wartet, eine violett blühende, ausdauernde, bis zu einem Meter hohe Heilpflanze. Der Boden dort ist feucht und reich an Nährstoffen, die Lichtverhältnisse sind gut.

 

Der Beinwell hat ästige hohle Sprossen, die Blätter sind spitz zulaufend, rau behaart und er erinnert an einen Verwandten, der ebenfalls zu den Raublattgewächsen gehört: den Boretsch, als Gurkenkraut bekannt.

 

Abwärts geneigt öffnet diese Pflanze ihre tief eingestülpten, lila purpurfarbenen, nektarreichen Blüten. „Honigblume“ oder „Zuckerhaferl“ wird sie mancherorts genannt und natürlich lieben Bienen und Hummeln, diese Blüten und umschwärmen sie zahlreich.

 

Die ganze Pflanze ist sehr schleimreich, die Wurzel enthält außerdem Inulin, Harze und ätherisches Öl, die Asche ist kieselreich. Auch, das häufig in der Kosmetikherstellung verwendete Allantoin, das den Zellaufbau fördert, findet sich in der Pflanze.

Welche Heilwirkung ist vom Beinwell nun zu erwarten?
Der botanische Name „Symphytum“ leitet sich von dem Griechischen: „symphyein-zusammenwachsen“ ab und weist auf die heilungsfördernde Wirkung bei Knochenbrüchen. Gerne gebe ich in diesem Fall, um die Heilung der Knochenhaut zu unterstützen, eine homöopathische Zubereitung von Beinwell, wie sie beispielsweise in dem Präparat: Symphytum comp., Wala, vorkommt.

 

In diesem Mittel findet sich auch Arnika, die ebenfalls an dieser Stelle schon beschrieben wurde und vielen als Mittel bei Verletzungen bekannt ist.

 

Äußerlich, als Salbe angewandt (als Kytta-Salbe in der Apotheke erhältlich), wirkt der Beinwell zuverlässig schmerzlindernd, entzündungshemmend und abschwellend bei Zerrungen, Prellungen und Verstauchungen und auch bei Rückenschmerzen, die oft chronisch und äußerst lästig sind, konnte ich gute Ergebnisse mit dieser Salbe erzielen. Natürlich müssen die Ursachen dieser Beschwerden zuerst fachkundig abgeklärt werden.

 

Die Blütezeit des Beinwell reicht von Mai bis September und sollten Sie neugierig geworden sein, wie er in Natura aussieht, empfehle ich einen flotten Spaziergang durch den Hohenkammerer Forst, der die Knochen stärkt und das Gewebe kräftigt. Sicherlich finden Sie diese robuste und heilkräftige Pflanze.

 

Astrid Schmid, Heilpraktikerin

Zurück zur Übersicht