ASTRID SCHMID | Die Arnika
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Die Arnika – eine heilkräftige Pflanze aus der Bergwelt

 

Den Sommerurlaub verbrachte ich in diesem Jahr mit meiner Familie in den Schweizer Bergen. Dort vom Puschlavertal aus, führten unserer Wanderungen hoch hinauf zu den Gipfeln der faszinierenden Schweizer Bergriesen.

 

Dort geschah es, dass ich beim Aufstieg auf den Piz Languard, begleitet von spärlich wachsendem Nadelgehölz und dem Glockengeläut des Weideviehs, am Rand eines kleinen Bergsees, unvermutet eine Pflanze mit leuchtend gelber Blüte fand. Ein etwa 15 cm langer Stil verband die Blüte mit einer gold-grünen Blattrosette und es war unverkennbar: Vor mir stand „Arnika montana“, wie ihr vollständiger botanischer Name lautet. Nun aufmerksam geworden, entdeckte ich unweit dieser Stelle, eine karge Bergwiese mit zahlreichen Arnikapflanzen, die schon ihr Herbstkleid trugen: Blütenstände, die wie weiße zerzauste Fäden vom kühlen Bergwind davongetragen werden.

 

Inmitten hoher Berge in rauer, aber Licht durchfluteter Umgebung gedeiht diese wohl bekannteste Heilpflanze, die unter Naturschutz steht. Sie ist angewiesen auf kieselhaltige Böden und somit ist die Kieselsäure einer ihrer wertvollen Inhaltsstoffe. Auch Gerbstoffe und ätherische Öle finden sich in ihr und machen sie zu einem universellen Heilmittel.
Bereits Goethe lobte sie nach einer schweren gesundheitlichen Krise, die er etwa 10 Jahre vor seinem Tod durchgemacht hatte. „Er machte eine graziöse Beschreibung dieser Pflanze und erhob ihre energischen Wirkungen in den Himmel“, heißt es in den Aufzeichnungen.

Heute hat Arnika in potenzierter Form als Kügelchen und Tropfen oder auch als Tinktur zu Umschlägen, große Verbreitung gefunden.

 

Ob in Kindergärten, Privathaushalten oder Arzneischränken von Universitätskliniken hat sie, zu Recht, einen festen Platz eingenommen.

 

Welche Beschwerden lindert nun Arnika montana?
Ihr Hauptanwendungsgebiet liegt zweifellos in der Behandlung von Verletzungen. Gewebeschäden, Bänderzerrungen, Prellungen, Verstauchungen und Knochenbrüche gehören zu ihrem Einsatzgebiet. Sie hilft Blutergüsse abzubauen, Schwellungen zu beseitigen und verhilft auch bei Entzündungsprozessen wieder Ordnung zu schaffen.
Aber auch bei Verletzungen des Nervensystems wirkt sie heilend und regenerierend und wirkt dabei auch auf das Gemüt, der Kranke schöpft wieder neuen Lebensmut, was ja gerade bei langwierigen und schmerzhaften Krankheitserscheinungen des Nervensystems durchaus erwünscht ist.

 

Sogar bei schweren Krankheiten, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall kann Arnika unterstützend eingesetzt werden und positiv den Krankheitsverlauf beeinflussen.

 

So ist sie eine Heilerin für die kleinen Wehwechen der Kinder, die sich gestoßen haben oder hingefallen sind, doch ebenso heilt sie ernsthafte Verletzungen und Krankheiten in jedem Lebensalter.

 

Sollte also auf einer Bergtour der Schuh zu sehr gedrückt haben, kann auch hierbei Arnikaessenz nach glücklich überstandenem Tagesmarsch, Linderung verschaffen.

 

Astrid Schmid, Heilpraktikerin

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